Primaten denken geometrisch: Studie zur kognitiven Evolution
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Welt 25.07.2026 01:53

Primaten denken geometrisch: Studie zur kognitiven Evolution

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Thema der Originalnachricht von wissenschaft.de

Eine wissenschaftliche Untersuchung der Carnegie Mellon University zeigt, dass Makaken und Paviane geometrische Formen ähnlich abstrahieren können wie menschliche Vorschulkinder.

Analyse der Originalnachricht von wissenschaft.de

Die Studie der Carnegie Mellon University behauptet, dass Makaken und Paviane geometrische Formen ähnlich gut abstrahieren wie Vorschulkinder. Dies wird als Widerlegung der menschlichen Exklusivität dargestellt. Kritisch ist jedoch die Methodik: Die Tiere lernen durch Leckerchen-Belohnung auf Touchscreens. Der Text zitiert Jialin Li und Jessica Cantlon, die behaupten, dass Affen "symbolisch denken" können, weil sie bei regelmäßigen Formen besser abschnitten als bei asymmetrischen. Diese Schlussfolgerung basiert auf statistischen Modellen, nicht auf direktem Nachweis des mentalen Prozesses. Es ist eine plausible Interpretation, keine bewiesene Tatsache.

Wer profitiert? Die Forscher der Carnegie Mellon University und die Zeitschrift PNAS gewinnen an Publikationsrelevanz. Langfristig könnte dies die Gehirnforschung dominieren. Auch die EdTech-Branche könnte von neuen pädagogischen Ansätzen profitieren, die auf angeborenen kognitiven Mustern basieren.

Wer wird benachteiligt? Keine direkte Benachteiligung ist erkennbar. Indirekt könnten jedoch Tiere in der Forschung weiter als bloße Datenlieferanten für menschliche Selbstbestätigung instrumentalisiert werden, wenn die ethischen Rahmenbedingungen nicht streng überwacht werden.

Positive Folgen: Die Ergebnisse könnten Unterrichtskonzepte beeinflussen, indem sie zeigen, dass Kinder bereits mit tief verwurzelten Intuitionen über Form und Raum beginnen. Bildung könnte auf diesen Intuitionen aufbauen.

Kritische Fragen zur Originalquelle

  • Wie wurde die Fähigkeit der Affen, geometrische Formen zu abstrahieren, in der Studie nachgewiesen?
    Die Affen wurden auf Touchscreens trainiert, gleiche geometrische Figuren einander zuzuordnen. Bei korrekter Zuordnung erhielten sie Leckerchen als Belohnung. Die Leistung wurde durch statistische Modelle ausgewertet, die annahmen, dass die Affen symbolisch denken.
  • Welche Vergleichsgruppen dienten der Studie als Referenz für menschliches geometrisches Denken?
    Als Vergleichsgruppen dienten 58 Vorschulkinder aus den USA, 79 Erwachsene aus der indigenen Tsimane-Gemeinschaft in Bolivien ohne formale Schulbildung sowie 21 Erwachsene aus den USA.
  • Welche Schlussfolgerung ziehen die Forscher über die Evolution des geometrischen Denkens?
    Die Forscher schlussfolgern, dass geometrische Intuitionen Teil der grundlegenden Architektur des Primatengeistes sind und dass Leistungsunterschiede zwischen Menschen und nicht-menschlichen Primaten auf dem Maße zurückgreifen, in dem verschiedene Spezies auf symbolisches Denken zurückgreifen.
  • Welche Implikationen für die Bildung sehen die Forscher in ihren Ergebnissen?
    Die Forscher sehen die Möglichkeit, dass Unterrichtskonzepte beeinflusst werden können. Sie argumentieren, dass Kinder bereits mit tief verwurzelten Intuitionen über Form und Raum beginnen und Bildung auf diesen aufbauen sollte, anstatt Geometrie als etwas von Grund auf Neues zu behandeln.

Quellenangabe

https://wissenschaft.de/artikel/auch-affen-haben-einen-sinn-fuer-geometrie

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