Volkswagen verlagert Produktion neuer Elektrofahrzeuge nach Spanien
Der Automobilkonzern startet die Fertigung von zwei neuen E-Modellen im spanischen Martorell. Günstige Energie, staatliche Förderungen und niedrigere Lohnkosten spielen dabei eine zentrale Rolle.
Volkswagen hat den Produktionsstart für zwei neue Elektro-Kleinwagen in Spanien bekannt gegeben. Im Werk der Tochtergesellschaft Seat bei Barcelona entstehen künftig das Modell Cupra Raval sowie die Basisversion des ID Polo. Die Auslieferung ist für den September geplant, Bestellungen ab Juli möglich.
Für die Standortwahl sind mehrere wirtschaftliche Faktoren ausschlaggebend. Spanien bietet dem Konzern Zugang zu günstiger Solarenergie und attraktiven staatlichen Subventionen aus dem europäischen Wiederaufbaufonds. Zudem liegen die Lohnkosten im Vergleich zu anderen Produktionsstandorten in Europa deutlich niedriger.
Die spanische Automobilindustrie genießt im Land eine hohe wirtschaftliche Bedeutung. Rund zwei Millionen Arbeitsplätze sind direkt oder indirekt mit der Fahrzeugproduktion verbunden. Die Regierung fördert seit Jahren den industriellen Umbau und unterstützt gezielt den Aufbau von Batteriefabriken sowie die Modernisierung bestehender Werke.
Der Produktionsstart in Martorell ist als erster Schritt einer größeren Strategie geplant. Weitere vollelektrische Modelle von Volkswagen und Skoda sollen ab dem kommenden Jahr im nordspanischen Pamplona gefertigt werden, wo der Konzern bereits über vier Jahrzehnte lang Fahrzeuge produzierte.
Kritisch betrachtet
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