Europa braucht mehr Großspeicher für grünen Strom
Die Energiewende in Europa erfordert einen deutlich stärkeren Ausbau von Batteriespeichern, um die Schwankungen bei der Stromerzeugung aus Sonne und Wind auszugleichen und die Klimaziele zu erreichen.
Europa erzeugt bereits rund die Hälfte seines Stroms aus erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind. Diese liefern jedoch oft zu Zeiten, in denen der Strombedarf gering ist, was zu Preisschwankungen und Abschaltungen von Anlagen führt.
Derzeit verfügt Europa über Großbatteriespeicher mit einer Gesamtkapazität von knapp 14 Gigawatt. In den kommenden Jahren sollen weitere 84 Gigawatt hinzukommen, was einer Verzehnfachung entspricht.
Der Ausbau wird durch sinkende Kosten für Lithium-Ionen-Batterien begünstigt, die sich in den letzten Jahren jährlich um etwa 20 Prozent verbilligt haben. Die EU-Kommission erwartet eine Halbierung der Preise bis 2030 gegenüber 2022.
Trotz des beschleunigten Ausbaus ist Europa noch weit von den benötigten Speicherkapazitäten entfernt. Um die Klimaziele zu erreichen, müssten die Kapazitäten auf rund 750 Gigawatt steigen, also nochmals verzehnfacht werden.
Die hohen Preisschwankungen an den Strombörsen zeigen die Dringlichkeit des Ausbaus. Tagsüber kommt es häufig zu einem Überangebot an grünem Strom, was die Rentabilität der Erzeuger mindert und die Stabilität des Stromnetzes gefährdet.
Kritisch betrachtet
- Am Ende ist entscheidend, wer zahlt: Beschäftigte, Verbraucher, kleine Betriebe oder Steuerzahler.
- Wachstum, Sparzwang oder Entlastung können als Begründung dienen, um neue Abgaben, Kürzungen oder Subventionen durchzusetzen.
- Große Akteure können profitieren, während kleinere Betriebe und Haushalte weniger Ausweichmöglichkeiten haben.
- Technische Abhängigkeiten entstehen oft schneller, als Nutzer und Behörden sie kontrollieren können.
Quellenangabe
Grundlage: Deutsche Welle-Artikel, aus Originalseite/Feed ausgelesen und als Faktenkurier-Artikel strukturiert.
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