Laborgezüchtetes "T-Rex-Leder" basiert vorwiegend auf Hühnchenproteinen
Eine in Amsterdam beworbene Handtasche aus "T-Rex-Leder" basiert auf Proteinfragmenten eines Tyrannosaurus Rex, doch Experten bezweifeln die Herkunft und betonen, dass das Material überwiegend aus Hühnchenproteinen besteht.
Dinosaurier sind vor rund 66 Millionen Jahren ausgestorben, und die DNA zerfällt über diese Zeitspanne, weshalb ein Klonen oder vollständiges Nachbilden von Dinosauriergewebe nicht möglich ist.
Der Fund weicher Gewebereste in einem T-Rex-Knochen in Montana sorgte vor etwa 20 Jahren für Aufsehen, doch die Fachwelt ist skeptisch, ob es sich tatsächlich um Dinosaurierproteine handelt oder um bakterielle Überreste.
Das Laborleder wurde mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz aus den vorhandenen Proteinfragmenten rekonstruiert, wobei als Gerüst Hühnchenproteine dienten, da Vögel die nächsten lebenden Verwandten der Dinosaurier sind.
Jan Dekker von der Universität Turin weist darauf hin, dass selbst bei Annahme der Echtheit der Fragmente rund 90 Prozent der Proteinsequenz auf Hühnchen basieren und das Material somit eher synthetisches Kollagen als echtes Dinosaurierleder ist.
Die Hersteller antworteten auf Interviewanfragen nicht, doch die wissenschaftliche Einschätzung bleibt, dass es sich bei dem Produkt nicht um echtes Dinosaurierleder handelt.
Kritisch betrachtet
- Die Behauptung, dass das "T-Rex-Leder" überwiegend aus Hühnchenproteinen besteht, basiert auf der Einschätzung, dass rund 90 Prozent der Proteinsequenz von Hühnchen stammen, doch es fehlen unabhängige Analysen oder Laborberichte.
- Der Artikel erwähnt, dass Hersteller Interviewanfragen nicht beantworteten, was die Transparenz und Glaubwürdigkeit der Produktwerbung infrage stellt.
- Die Nutzung Künstlicher Intelligenz zur Rekonstruktion des Materials wird genannt, aber es wird nicht erklärt, wie genau die KI arbeitet oder welche Datenbasis verwendet wurde.
- Die Skepsis der Fachwelt gegenüber den Dinosaurierproteinen wird dargestellt, jedoch ohne detaillierte wissenschaftliche Argumente oder alternative Erklärungen für die gefundenen Proteinreste.
Quellenangabe
Grundlage: Deutsche Welle-Artikel, aus Originalseite/Feed ausgelesen und als Faktenkurier-Artikel strukturiert.
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