Deutschland Quellenangabe im Detail

DIW-Studie: Abschaffung der abschlagsfreien Frührente könnte Milliarden sparen

Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt, dass der Staat durch das Ende der abschlagsfreien Frührente für langjährig Versicherte Milliarden Euro einsparen könnte.

Die Regelung, die es ermöglicht, nach 45 Beitragsjahren ohne Abschläge in Rente zu gehen, wird von jährlich etwa 250.000 bis 280.000 Erwerbstätigen genutzt.

Laut der Studie könnte die Abschaffung dieser Regelung die öffentlichen Kassen um rund 9,5 Milliarden Euro pro Rentnerjahrgang entlasten.

Die Rentenversicherung allein würde um etwa 10,4 Milliarden Euro entlastet, während Mindereinnahmen bei Steuern und Sozialabgaben von rund 860 Millionen Euro zu verzeichnen wären.

Die Betroffenen würden ihren Rentenbeginn im Durchschnitt um etwa zehn Monate verschieben und dann mit Abschlägen in Rente gehen, was zusätzliche Einkommensverluste im Alter bedeutet.

Die Rentenkommission diskutiert derzeit verschiedene Vorschläge, darunter auch ein mögliches Renteneintrittsalter von 70 Jahren, was jedoch von der Kommission selbst dementiert wird.

Kritisch betrachtet

  • Am Ende ist entscheidend, wer zahlt: Beschäftigte, Verbraucher, kleine Betriebe oder Steuerzahler.
  • Wachstum, Sparzwang oder Entlastung können als Begründung dienen, um neue Abgaben, Kürzungen oder Subventionen durchzusetzen.
  • Große Akteure können profitieren, während kleinere Betriebe und Haushalte weniger Ausweichmöglichkeiten haben.
  • Gesundheits- und Pflegepolitik trifft Betroffene direkt, wird aber oft als reine Finanzierungsfrage behandelt.

Quellenangabe

Grundlage: ZDFheute-Artikel, aus Originalseite/Feed ausgelesen und als Faktenkurier-Artikel strukturiert.

Originalquelle öffnen

  • ZDFheute

Nachrichtenparameter

Kategorie
Deutschland
Prioritaet
normal
Bestaetigungsgrad
teilweise bestaetigt
Risiko
mittel
Region
Deutschland
Laenge
Standardmeldung