Langfristiger Gasliefervertrag stärkt Südlichen Gaskorridor ab 2029
Aserbaidschans SOCAR hat mit TotalEnergies, ADNOC und BOTAŞ einen Vertrag zur Gaslieferung aus dem Kaspischen Meer geschlossen, der Europas Energieversorgung diversifizieren soll.
Der aserbaidschanische Energiekonzern SOCAR hat mit TotalEnergies, der ADNOC-Beteiligungsplattform XRG und dem türkischen Pipelinebetreiber BOTAŞ einen langfristigen Gasliefervertrag abgeschlossen. Dieser sichert ab 2029 die Exporte aus dem Offshore-Gasfeld Absheron im Kaspischen Meer.
Die Vereinbarung wurde während der Baku Energy Week bekanntgegeben und umfasst Gaslieferungen aus der nächsten Ausbaustufe des Feldes Absheron. Die endgültige Investitionsentscheidung soll noch in diesem Jahr getroffen werden.
SOCAR betont, dass der Vertrag die Zusammenarbeit zwischen Aserbaidschan, der Türkei und internationalen Partnern stärkt und die Bedeutung des Südlichen Gaskorridors erhöht. Dieser Korridor transportiert Gas aus dem Kaspischen Raum in die Türkei und weiter nach Europa.
Seit dem Beginn des Kriegs in der Ukraine 2022 gewinnt der Südliche Gaskorridor für Europa an Bedeutung, da viele Länder ihre Abhängigkeit von russischem Gas reduzieren wollen. Aserbaidschan hat seine Gasexporte nach Europa bereits schrittweise erhöht.
Das Gasfeld Absheron liegt etwa 100 Kilometer südöstlich von Baku in 500 Metern Wassertiefe. Die Vorräte werden auf rund 350 Milliarden Kubikmeter Erdgas und 100 Millionen Tonnen Kondensat geschätzt.
Für ADNOC stellt die Vereinbarung einen weiteren Schritt zur Sicherung von Beteiligungen an globaler Gasinfrastruktur dar. Die Türkei will mit dem Vertrag ihre Energieimporte diversifizieren und die Beziehungen zu Aserbaidschan vertiefen.
Kritisch betrachtet
- Die Energiefrage zeigt einen Zielkonflikt: Sanktionen, Versorgungssicherheit und neue Kredite lassen sich politisch nicht sauber trennen.
- Wenn Kredite oder Hilfen von Infrastrukturfragen abhängen, tragen am Ende Steuerzahler und Verbraucher das finanzielle Risiko.
- Die Darstellung muss prüfen, ob Pipeline-Schäden, Verantwortlichkeiten und wirtschaftliche Folgen durch unabhängige Belege gedeckt sind.
- Ungarn und die Slowakei verfolgen eigene Interessen; ihre Position ist deshalb weder automatisch falsch noch automatisch uneigennützig.
Quellenangabe
Grundlage: Euronews-Artikel, aus Originalseite/Feed ausgelesen und als Faktenkurier-Artikel strukturiert.
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