Welt Übersetzte Quelle

Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew: Beide Seiten prüfen ausgetauschte Friedensentwürfe

Nach dem zweiten Treffen in Istanbul müssen russische und ukrainische Delegationen die vorgelegten Memoranden sichten, bevor ein Termin für weitere Gespräche festgelegt wird. Die russischen Vorschläge sehen zwei Optionen zur Beendigung der Kampfhandlungen vor,

Die Delegationen Russlands und der Ukraine haben nach dem zweiten direkten Gesprächsround in Istanbul die ausgetauschten Entwürfe zur Konfliktbeilegung vorgelegt. Wie der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, mitteilte, ist eine sorgfältige Prüfung dieser Dokumente erforderlich, bevor ein neuer Termin für Verhandlungen vereinbart werden kann.

Bei dem Treffen am 2. Juni in Istanbul dauerte die Aussprache etwas mehr als eine Stunde. Beide Seiten nutzten während der Gespräche ihre jeweilige Landessprache und legten schriftliche Positionen zur künftigen Regelung des Konflikts vor.

Das russische Memorandum enthält zwei unterschiedliche Szenarien für einen Waffenstillstand. Die erste Option sieht den vollständigen Abzug ukrainischer Truppen und sonstiger bewaffneter Einheiten aus den besetzten Gebieten vor, darunter der Chersoner und Saporoscher Region sowie der Volksrepubliken Donezk und Lugansk.

Der zweite Ansatz basiert auf einem zehnpunktigen Paket. Dieses umfasst unter anderem das Verbot einer Neupositionierung ukrainischer Streitkräfte, ein Ende der Mobilmachung in der Ukraine sowie den Beginn von Demobilisierungsmaßnahmen.

Zudem fordert Moskau im zweiten Szenario die Einstellung aller ausländischen Militärhilfen an Kiew. Dies bezieht sich explizit auf die Lieferung von Aufklärungs- und Satellitenkommunikationsdiensten sowie auf das Verbot weiterer militärischer Präsenzen und den Einsatz fremder Kämpfer auf ukrainischer Seite.

Die ukrainische Delegation wurde vom Verteidigungsminister Rustem Umerow geleitet. Dieser gab bekannt, dass die Ukraine einen neuen Verhandlungstermin im Zeitraum zwischen dem 20. und 30. Juni vorschlägt.

Beide Seiten haben sich darauf verständigt, dass die weitere Planung der Gespräche von der Fertigstellung der internen Prüfung der vorgelegten Memoranden abhängt. Ein konkreter Termin für die nächste Runde steht noch nicht fest.

Kritisch betrachtet

  • Sicherheitsargumente können höhere Kosten und Eskalationsrisiken verdecken.
  • Rüstungsinteressen und Bündnislogik profitieren eher als Steuerzahler oder Soldaten.
  • Die politische Debatte darf nicht nur Einsatzfähigkeit zählen, sondern auch Folgekosten und zivile Risiken.

Quellenangabe

Grundlage: TASS-Artikel, sinngemaess aus dem Original uebersetzt und als Faktenkurier-Artikel neu formuliert.

Originalquelle öffnen

  • TASS

Nachrichtenparameter

Kategorie
Welt
Prioritaet
normal
Bestaetigungsgrad
teilweise bestaetigt
Risiko
mittel
Region
Russland/Ukraine
Laenge
Perspektivenmeldung