Historische US-Interessen an Kuba reichen bis ins 19. Jahrhundert
Die USA strebten bereits im 19. Jahrhundert danach, Kuba zu übernehmen. Trotz mehrerer Versuche gelang dies nicht, bis die Insel 1959 ihre Unabhängigkeit erlangte.
Historiker Michael Zeuske weist darauf hin, dass die USA schon Mitte des 19. Jahrhunderts Expansionspläne bezüglich Kuba hegten, das damals noch spanische Kolonie war.
Bereits 1820 äußerte Thomas Jefferson den Wunsch, Kuba in die USA einzugliedern. Außenminister John Quincy Adams verglich Kuba mit einem Apfel, der aufgrund politischer Schwerkraft zur USA fallen müsse, falls er von Spanien getrennt werde.
1848 bot US-Präsident James K. Polk Spanien 100 Millionen Dollar für Kuba, doch Spanien lehnte ab und wollte die Kolonie behalten. Später planten US-Diplomaten sogar eine gewaltsame Übernahme, die jedoch nicht umgesetzt wurde.
Die Monroe-Doktrin von 1823, die europäische Kolonialmächte von Amerika fernhalten sollte, diente den USA auch als Rechtfertigung für ihre Expansionsbestrebungen, insbesondere gegenüber Kuba, das nur 160 Kilometer von Florida entfernt liegt.
1898 bot sich ein Vorwand für die USA, als sie unter dem Schutz ihrer Militärpräsenz in Kuba intervenierten, während die Kubaner gegen die spanische Kolonialherrschaft kämpften.
Kritisch betrachtet
- Sicherheitsargumente können höhere Kosten und Eskalationsrisiken verdecken.
- Rüstungsinteressen und Bündnislogik profitieren eher als Steuerzahler oder Soldaten.
- Die politische Debatte darf nicht nur Einsatzfähigkeit zählen, sondern auch Folgekosten und zivile Risiken.
Quellenangabe
Grundlage: Deutsche Welle-Artikel, aus Originalseite/Feed ausgelesen und als Faktenkurier-Artikel strukturiert.
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